Einladung zur Diskussion am 30. Juni um 19 Uhr im Kulturzentrum Pavillon

Vor 21 Jahren wurde der unbewaffnete Jugendliche Halim Dener am Steintor von einem Polizisten in den Rücken geschossen, nachdem er prokurdische, PKK-nahe Plakate geklebt hatte. Halim Dener verstarb, der Polizist wurde freigesprochen.

Der Fall beschäftigte die hannoversche Öffentlichkeit seitdem immer wieder, zuletzt wurde ein Streit zwischen der Stadt Hannover und dem UJZ Kornstraße juristisch beigelegt: Anlass war ein Wandgemälde im Innenhof des Jugendzentrums, das an Halim Dener erinnerte und auch ein Symbol der seit 1993 verbotenen PKK enthielt.

Mit der Beilegung der juristischen Auseinandersetzung ist der Weg für eine politische Auseinandersetzung geebnet worden.

Auf der Veranstaltung wollen wir folgende Themenbereiche mit hannoverschen Akteur_innen erörtern und diskutieren:

Historischer Kontext: Was ist damals mit Halim Dener passiert und in welchen gesellschafts-politischen Kontext muss das Geschehene eingeordnet werden?

Herbert Schmalstieg, ehemaliger Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover und eine Vertreterin von NAV-DEM (Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen)

Der Streit um ein Wandgemälde: Wie ist der Streit um das Wandgemälde entstanden und in welchen gesellschafts-politischen Kontext muss diese Auseinandersetzung gestellt werden?

Dr. Marc Hansmann, Finanz- und Ordnungsdezernenten der Landeshauptstadt Hannover und ein Vertreter des UJZ Kornstraße

Quo vadis?: Wie kann ein angemessenes Gedenken an Halim Dener umgesetzt werden? Was bedeutet das Gedenken an Halim Dener in gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen?

Frauke Patzke, Vorstand des Regionsverbandes Hannover von Bündnis 90/Die Grüne (angefragt) und ein_e Vertreter_in der Kampagne Halim Dener

Moderation: Prof Dr. Wolfram Stender