Auf dem Andreas-Hermes-Platz am Pavillon soll Ende 2017 ein Hotel gebaut werden. Das Gebäude soll nach Planung des Investors 15 Stockwerke hoch werden. Der bestehende Bebauungsplan lässt nur 8 Stockwerke zu, deshalb muss dieser geändert werden. Bis zum 10.02.2017 lief hierzu ein Bürgerbeteiligungsverfahren. Da der Pavillon als Anlieger direkt betroffen ist, hat die BI Raschplatz e.V. als Träger des Pavillon eine Eingabe im Beteiligungsverfahren gemacht. Diese lautet wie folgt.

  • Für die durch den Hotelbau verursachte Verschattung der Photovoltaik Anlage soll eine einmalige Kompensation in Höhe von 20.000 € an die BI Raschplatz e.V. durch den Investor gezahlt werden. Diese Mittel sollen für die Renovierung der leerstehenden 1. Etage im Kulturzentrum Pavillon eingesetzt werden.
  • Für den gesamten Andreas-Hermes-Platz soll eine Beteiligungsplanung für die Platzgestaltung durchgeführt werden, bei der die Nutzung des Platzes durch den Pavillon für open Air Veranstaltungen Berücksichtigung findet. An der Planung sollen die direkten Anlieger/innen sowie Oststadt-Bewohner/innen beteiligt werden.
  • Auch für die Fläche rund um das Kulturzentrum Pavillon Lister Meile/ Übergang zum Weißekreuzplatz soll eine Neugestaltung im Beteiligungsverfahren erfolgen, um die unnötig breite Straßenführung zu verengen und die Eingangssituation zum Kulturzentrum Pavillon zu verbessern.
  • Das Hotel hat in alle Himmelsrichtungen freistehende Fassadenflächen. Der Investor soll verpflichtet werden, für diese Fassadenflächen eine energetische Nutzung einzurichten etwa über photovoltaisch wirksames Fassadenmaterial um damit ein weiteres bauliches Zeichen für die Erzeugung erneuerbare Energien zu setzen.
  • Einer angedachten Wohnbebauung des Andreas-Hermes-Platzes als weiteren Bebauungsschritt nach dem Hotelbau steht die BI Raschplatz e.V. eindeutig ablehnend gegenüber. Die Nähe von Wohnen und dem Betrieb eines innerstädtischen Kulturzentrums bringt unweigerlich nachbarschaftliche Konflikte mit sich. Nach der Sanierung des Kulturzentrums im Jahr 2013 unter Einsatz von 15 Millionen € städtischer Mittel sollte diesem nicht der erfolgreiche Betrieb unnötig erschwert werden.

Für die BI Raschplatz e.V. Susanne Müller-Jantsch, Geschäftsführung